1. Die Idee
Mit easyVote hat das Department für öffentliche Erscheinungen ein Instrumentarium entwickelt, das ohne Zeitbeschränkung und jenseits von Ausschlussmechanismen die Stimmen aller Nutzer des öffentlichen Raums erfassen kann. Das Department fordert mit easyVote alle Fußgänger, Rad- und Kraftfahrzeugfahrer auf, Fragen zu Phänomenen des Öffentlichen zu beantworten.

easyVote ist in Analogie zu der als »Hammelsprung« bekannten Form der Stimmabgabe im deutschen Parlament entwickelt worden.* Diese Abstimmungsform hat das Department für den Einsatz im öffentlichen Raum modifiziert.

2. Das System
easyVote
besteht aus einem dreispurigen Durchgang und einer darüber installierten, großformatigen LED-Anzeige. Das digital gesteuerte Display ermöglicht es die Fragen, je nach Bedarf und Untersuchungsschwerpunkt zu verändern. Die Spuren sind durch Bodenmarkierungen voneinander abgegrenzt und mittels einer Anzeige den Antworten »Ja«, »Nein« und »Egal« zugeordnet.

easyVote fordert jeden Verkehrsteilnehmer auf sich für eine Spur zu entscheiden und mit dem Durchschreiten bzw. Durchfahren seine Stimme abzugeben und zählen zu lassen.

3. Anpassung an die verschiendenen Verkehrsströme
Das Department für öffentliche Erscheinungen hat easyVote an die verschiedenen Situationen des öffentlichen Raums angepasst. Mit der Ausweitung auf alle Verkehrsteilnehmer und der Anpassung an die unterschiedlichen Verkehrssituationen bezieht easyVote alle Nutzer des öffentlichen Raums in die Stimmabgabe mit ein. Dadurch schafft das Department für öffentliche Erscheinungen ein Angebot grenzenloser Mitbestimmung für den öffentlichen Raum und erweitert die Idee demokratischer Mitbestimmungsprozesse ins Utopische.
easyVote für Fußgänger easyVote für Radfahrer easyVote für Autofahrer

easyVote für Fußgänger besteht aus einem ca. 5 m breiten, dreispurigen Durchgang, der von zwei Richtungen aus benutzt werden kann.

Passanten können ihre Haltung durch ein einfaches Durchschreiten ausdrücken und als Stimme zählen lassen.

easyVote für Fahrradfahrer besteht aus zwei dreispurigen Durchgängen. Um Unfälle zu vermeiden, sind diese jeweils nur in einer Richtung zu durchfahren.

Die Fahrtrichtung wird mit der gewohnten Verkehrsbeschilderung geregelt. Zudem kündigen Schilder easyVote vorher an, damit die Radfahrer rechtzeitig auf die Spur ihrer Wahl wechseln können.

 

easyVote für Autofahrer wird an mehrspurigen Fahrbahnen installiert. Besonders geeignet sind hierfür geschwindigkeitsbegrenzte Ringstraßen oder Autobahnenden.

Bereits 2000 und 1000 m vor der eigentlichen Zählstation werden die Autofahrer über easyVote informiert. Schilder am Fahrbahnrand und Anzeigetafeln über den Fahrspuren zeigen die aktuelle Frage und informieren über die Zuordnung der Antwortspuren. So kann jeder Autofahrer ohne Unfall- und Staugefahr an der Abstimmung teilnehmen.

 (*Der Hammelsprung erfolgt, wenn sich das Parlamentspräsidium über das Abstimmungsergebnis auch nach der Gegenprobe nichteinig ist. Für die Endabstimmung betreten Abgeordnete den Sitzungssaal durch eine »Ja«-, eine »Nein«-, oder durch eine »Stimmenthaltungs«-Türe und werden beim Eintreten vom Schriftführer laut gezählt.)
LINK: weitere Projekte des Department für öffentliche Erscheinungen